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DIE LINKE. Pulheim will ein neues Schulzentrum in Pulheim

Die FDP- Fraktion reichte in der Haupt- und Finanzausschusssitzung (HFA) vom 19.05.2020 kurz vor Sitzungsbeginn einen Antrag ein. Sie bat um Prüfung, ob man in Pulheim nicht besser ein neues Schulzentrum bauen könnte. Der Schatzmeister der Stadt Pulheim lehnte dieses rigoros ab: "Wir haben kein Geld dafür und schon gar kein Bauland!"

Die Fakten:

Die Gebäude des Geschwister Scholl Gymnasiums sowie der angrenzenden Marion- Dönhoff Realschule sind über fünfzig Jahre alt. Inweit sie nicht sogar mit Stoffen gebaut sind, die man als gesundheitsgefährdent betrachten könnte, ist nicht bekannt. Tatsache ist jedoch: In dieser Zeit wurden Stoffe wie Asbest etc. verbaut. Zahlreiche Sanierungsmaßnahmen wurden bereits umgesetzt. Viele stehen noch in der Warteschleife. Die Stadt schätzt die Kosten dafür auf 15 Millionen Euro und favorisiert eine Sanierung. Die Stadt Kerpen stand mit ihrer Europaschule vor dem gleichen Problem und hat sich für einen Neubau entschieden. Warum können wir das nicht und wollen lieber weiter flicken und das Problem so nur um ein paar Jahre verschieben?

Schon in der o.g. Sitzung sprach sich Ratsmitglied Werner Stevens klar und deutlich für einen Neubau aus, obwohl der Antrag der FDP- Fraktion eher löchrig war. Das änderte sich dann in der HFA- Sitzung vom 09.06.2020. Der neue Antrag der FDP- Fraktion war schon deutlich besser ausgearbeitet. In Abwesenheit des ersten Beigeordneten der Stadtverwaltung argumentierte nun der Bürgermeister deutlich gegen einen Neubau. Auch die CDU- Fraktion und die Grünen wetterten gegen einen Neubau: "Das kostet viel zu viel Zeit! Das kann man dem Bürger nicht vermitteln!" Warum unsere Regierungsparteien in den letzten sechs Jahren quasi nichts gemacht hat, konnten beiden Parteien im Rat erst recht nicht vermitteln. Werner Stevens hatte mehrfach bemängelt, dass die Stadt Pulheim ihre Hauptschüler und Realschüler schon seit mehreren Jahren in die Nachbarstädte "abschiebt". 

Nun ja, im Pulheimer Stadtgebiet fehlen schon in den folgenden Jahren Klassenräume für Realschüler und Hauptschüler. Sogar für Gymnasialschüler soll es in den kommenden Jahren eng werden, kann man dem am 19.05.2020 veröffentlichen Schulentwicklungsplan entnehmen. Unsere Pulheimer Realschule besteht bereits aus einem Flickenteppich von Anbauten, wo jeder normale Sterbliche sagen muss: "Wie kann man nur so planen!" Der Platz ist hier für weitere Anbauten glücklicherweise ausgereizt! Aber gerade hier wird in Kürze erhelbich höherer Bedarf prognostiziert. Die Realschule Pulheim nimmt aktuell schon keine Seiteneinsteiger mehr auf, genauso wie die ortsansässigen Gesamtschulen. Kinder, die den Anforderungen der Realschule in der Erprobungsphase nicht gerecht werden können, müssen sich einen neuen Platz in den Nachbarstädten suchen.